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17.8.2017

Lüften / Be- und Entfeuchten

Frischluft

Die Außenluftrate (Frischluft) bei der Planung von Lüftungs -und Klimaanlagen ist für Nichtwohngebäude in der DIN EN 13779, und für Wohngäude in der DIN 1946  festgelegt, sie liegt je nach Raumart zwischen 20 und 60 m³/h.

Wärmeabgabe eines Menschen

Bei einer Raumtemperatur von 20°C und leichter Bürotätigkeit gibt der Mensch ca. 100 – 130 Watt Wärmeenergie ab, bei leichter Hausarbeit sind es ca. 150 -220 Watt, und bei schwerer körperlicher Arbeit sind es bis 400 Watt.
10-20% davon ist Wärmeabgabe durch Atmung, 10-20% ist Abgabe durch Konvektion, 5-10% ist Abgabe durch Wärmeleitung, bis 70% ist Abgabe durch Strahlung.

Wohnraumlüftung KWL

Kontrollierte Wohnraumlüftung

Aufgrund der aktuellen Gesetzgebung  (Energieeinsparverordnung EnEV, DIN 4108-2 Wärmeschutz, ist für die Gebäudehülle von Neubauten „Luftundurchlässigkeit“  zwingend gefordert.

Um hohe Kohlendioxidbelastung und Luftfeuchte, Schimmelbildung und sonstige Schadstoffkonzentrationen zu vermeiden, ist ein ausreichender Luftwechsel zu gewährleisten. Nach DIN 4108-2 heißt das, alle 2 Stunden muss die komplette Raumluft des Hauses/Wohnung, ausgetauscht werden. Bei nach EnEV errichteten Gebäuden wird ein Luftwechsel über Undichte in der Gebäudehülle jedoch erst innerhalb von 3 bis zu 10 Stunden erreicht. Wird ein Altbau nachträglich mit einer guten, fachgerecht ausgeführten Dämmung der Außenflächen versehen,  sind diese  Wände  in der Regel bzgl. Schimmelbildung nicht mehr sehr problematisch. Jedoch führt der Einbau "dichter" Fenster, ohne zusätzliche Maßnahmen im Altbau fasst regelmäßig zu Feuchteschäden .

Für den notwendigen Luftwechsel sind also weitere Lüftungsmaßnahmen erforderlich.  Raumhygieneexperten fordern 4 – 6 Stoßlüftungen am Tag für jeweils ca. 10 min.. Manche fordern sogar alle 2 Stunden zu lüften, auch nachts. Eine Wohnraumlüftung bauen Sie in erster Linie aus hygienischen und Komfort-Gründen ein. Jedoch ist auch eine
beachtliche Energie- und damit Kostenersparnis zu realisieren, wenn die Alternative bedeutet: Um Wohnqualität zu erhalten, im Winter teure Heizenergie zu den Fenstern
hinauslüften.

Eine sehr effiziente, moderne Möglichkeit ist der Einbau einer sog. Kontrollierten Wohnraumlüftung für Wohnungen und Wohnhäuser. Aus Bädern, Küchen, Keller- /Vorratsräumen wird Luft abgesaugt und ins Freie transportiert. In Wohn-, Schlaf-, Kinder-, Arbeitszimmer wird Außenluft zugeführt. Rohr- oder Luftkanalsysteme  verbinden die Räume mit einem kompakten Lüftungsgerät mit seinen zwei mehrstufigen Ventilatoren. Integriert sind Regelung und Luftfilter (auch Pollenfilter), sowie gegebenenfalls ein Elektroheizregister. Im Lüftungsgerät wird die Wärmeenergie der Abluft über den Wärmetauscher an die angesaugte Außenluft übertragen (Wärmerückgewinnung) , so das diese  vorgewärmt den Zuluft-Räumen zugeführt wird. Diese Anlagen können sehr leise und vollautomatisch auch mittels CO2 – und Feuchtefühlern geregelt werden.

Es sind auch Wärmerückgewinnungs - Lüftungsgeräte für Einzelräume lieferbar.

Welche Luftmengen für Ihre Wohnung oder Ihr Wohnhaus erforderlich ist, ist in dem Regelwerk VDI 1946 festgelegt. Sprechen Sie uns an, wir berechnen Ihr System, und besprechen mit Ihnen auf was noch zu achten ist, zB. Raumluftabhängige Feuerstätte? Wohin Zu-Abluftauslässe? usw.

Wir verbauen Anlagen von den Herstellern Helios,  Maico, Meltem und anderen.


Unter  "Wir über uns" dort "Lüftungsanlagen" finden Sie einige Bilder einer realisierten Anlage zur Veranschaulichung!