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12.12.2017

Klima-Lexikon

Wartungspersonal

Wer zu Ihnen kommt um eine Wartung an Ihrer Klima- oder Lüftungsanlage durchzuführen, muß über ein Zertifikat verfügen, welches seine persönliche Teilnahme an einem Seminar nach VDI 6022, Hygienerichtlinie, mindestens "Kategorie B",  bescheinigt.

Warum klimatisieren?

Das Raumklima in geschlossenen Räumen wirkt direkt auf den menschlichen Organismus ein, und beeinflusst unser Wohlbefinden.

Neben anderen Faktoren (Schadstoffe, Kohlendioxyd, Pollen...) sind Temperatur und Feuchtewerte die entscheidenden Parameter. Von ihnen hängt sehr stark ab, ob wir uns in einem Raum wohl fühlen oder nicht. Strömungsgeschwindigkeit der Raumluft und Temperatur der Raumumschließungsflächen sind ebenfalls wichtige Größen.

Mit unseren Klimaanlagen entscheiden Sie über Ihr individuelles Wohlfühl-Klima , dass heißt Sie bestimmen die Raumtemperatur, und den Feuchtegehalt der Raumluft. Darüber hinaus sind die Klimageräte guter Hersteller mit teilweise aufwändigen Luftfiltersystemen ausgestattet, die auch Pollen und Gerüche beseitigen können.

Was ist die optimale Raumtemperatur?

Zunächst gilt: Sie stellen die Raumtemperatur ein, bei der Sie sich wohl fühlen. Allerdings sollten Sie beachten, dass bei zu großer Temperaturdifferenz zwischen Außen und Innen, Probleme entstehen: Der Stromverbrauch nimmt zu und Erkältungserscheinungen können wegen einem ständigen Wechsel von "Warm " und "zu Kalt" auftreten.

Die Temperaturdifferenz zwischen Außen und Innen soll nach den Regeln der Technik (VDI-Lüftungsregeln) 6 bis 8 K betragen (Temperaturdifferenzen werden in Kelvin, nicht in °C angegeben) Dies ist auch die Grundlage der sog. Kühllastrechnung, welche die größe Ihrer Klimaanlage definiert.

Das bedeutet, bei einer angenommenen max. Außentemperatur von 32°C wird zunächst eine Raumtemperatur von 24 - 26°C zu Grunde gelegt. Im Einzelfall muss darüber gesprochen werden, ob  32°C  als angenommene max. Außentemperatur noch "zeitgemäß" ist (Sommer 2003, 6 Wochen über 35°C) und ob man mit 26°C Raumtemperatur "zufrieden" ist. In einem Schlafzimmer kann die Raumtemperatur ohnehin deutlich niedriger sein.
Eventuell muss bei der Dimensionierung der Klimaanlage nicht die nächstkleinere sondern die nächstgrößere Anlage ausgewählt werden.

Machen Klimaanlagen krank?

Ein oft gehörter Einwand gegen Klimaanlagen. Wie immer sind Pauschalurteile mit Vorsicht zu genießen. Richtig benutzt, sind unsere Klimaanlagen eine echte Bereicherung und erhöhen das Wohlbefinden beim Wohnen und Arbeiten. Stellen Sie die Raumtemperatur nicht zu kalt ein. Durch Platzierung und Auswahl des richtigen Systems kann unangenehme Zugluft oft ganz vermieden werden. Halten Sie die Luftfilter sauber. (Wirklich kinderleicht durchführbar)

Bei Split-Klimaanlagen sind von Ausnahmen abgesehen (zB. Kasteneinbaugeräte) keine Lüftungskanäle erforderlich. Somit kein Verschmutzen dieser Kanäle. Es sind keine Befeuchtungseinrichtungen mit lauwarmen Wasser vorhanden (Legionellen). Das anfallende Kondenswasser ist buchstäblich „eiskalt“, da lebt nichts. Dieses Wasser sammelt sich in einer schräg angebrachten Schale innerhalb des Gerätes und läuft unmittelbar in einen Abfluss oder ins Freie. Die Schale trocknet innerhalb einiger Stunden nach Ausschalten der Anlage komplett aus. Ein feuchter Geschirrspüllappen ist nach recht kurzer Zeit hygienisch unter Umständen ein größeres Problem als eine „Raumklimaanlage“.